Während der Schließzeit des Luftfahrtmuseums vollzieht sich ein wichtiger, von der Öffentlichkeit meist unbemerkter Prozess: die Arbeit an der Infrastruktur sowie inhaltliche und administrative Arbeit. Solange es die Witterung zulässt, werden Außenarbeiten durchgeführt, dabei wurde z.B. der Eingangsbereich komplett umgestaltet. Etwa 1000 Tonnen Erde mussten bewegt werden. Es wurden neue Zuwege angelegt und befestigt, Zäune und ein Tor errichtet, eine barrierefreie Zufahrt für die Fahrzeuge der Abwasserentsorgung geschaffen und die Parkplatzflächen für Besucher eingeebnet, befestigt und vergrößert.

Luftfahrtmuseum - Winterarbeit im Museum -Reperatur der Ostfahrzeuge

Unsere Tagesbesucher kommen jetzt vom Parkplatz direkt zum ebenfalls neu geschaffenen Kassenbereich mit Museumsshop, in dem sie sich über die Inhalte des Museums informieren können und in dem sich vom Souvenir bis zum Fachbuch so einiges finden lässt.

Luftfahrtmuseum - Winterarbeit im Museum -Reperatur der Ostfahrzeuge

Unsere Winterfestmachung bezieht sich nicht nur auf Wasserleitungen, Toiletten, Duschen, Boiler oder den Imbiss, sondern in erster Linie auf das Sichern aller im Außenbereich stehenden Exponate. Das bedeutet im Herbst alles in die Shelter zu räumen und im Frühjahr alles zu reinigen und wieder im Außenbereich aufzustellen.

Aber auch die scheinbar profanen Arbeiten, wie das immer wiederkehrende Reparieren der Zäune oder Malerarbeiten im Außenbereich sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Parallel dazu gibt es jede Menge Instandsetzungsarbeiten an Gebäuden, Fahrzeugen und Exponaten. Momentan wird unser Ural 375D instand gesetzt. Umfangreiche Arbeiten am Kühlsystem und am Motor müssen durchgeführt werden, um ihn wieder in einen fahrbereiten Zustand zu versetzen.

Luftfahrtmuseum - Winterarbeit im Museum -Reperatur der Ostfahrzeuge

Luftfahrtmuseum - Winterarbeit im Museum -Reperatur der Ostfahrzeuge

Luftfahrtmuseum - Winterarbeit im Museum -Reperatur der Ostfahrzeuge

Auch ein Barkas B1000 Kombi soll nach zwanzigjährigem Dornröschenschlaf wieder zum Leben erweckt werden, um das Fahrzeug anschließend für den musealen Bereich nutzen zu können. Im konkreten Fall heißt es dabei den Motor, die Bremsen und die Karosserie komplett zu überarbeiten.

Unglücklicherweise hat sich während der Schweißarbeiten unser einziges Schutzgasschweißgerät in Wohlgefallen aufgelöst.

PS: Sollte jemand sich von seinem Schweißgerät im Sinne einer Spende trennen wollen, währen wir sehr dankbare Abnehmer. Gleiches gilt für jede Form von Maschinen oder Werkzeugen, welche in einer Restaurierungswerkstatt gebraucht werden können. Dafür schon einmal einen herzlichen Dank im Voraus.

Bei der inhaltlichen Arbeit geht es um die Gestaltung zeitlich begrenzter Sonderausstellungen beispielsweise über Raketen oder um die Überarbeitung und Erweiterung vorhandener Ausstellungen. Ein wichtiger Punkt ist die Kontaktpflege zu anderen Museen und privaten Sammlern. Aus diesen Verbindungen entwickeln sich Synergieeffekte, die Auswirkungen auf alle Bereiche des Museums haben. So zum Beispiel bei der Restauration, der Übernahme von Exponaten in Form von Leihgaben und durch neue Erkenntnisse zu historischen Ereignissen und Zusammenhängen.

Besonders wichtig sind die Vorbereitungen für die anstehenden Großveranstaltungen. Es müssen behördliche Genehmigungen beantragt und Bestellungen bei den verschiedensten Firmen veranlasst werden. Das Organisationsteam muss sich Gedanken zum räumlichen und inhaltlichen Ablauf der kommenden Veranstaltung machen.

Wie sie sehen, gibt es auch zu dieser Jahreszeit jede Menge Arbeit. Man könnte sagen, der schöpferische Prozess hat seinen eigen Reiz.