Liebe Freunde des Ostfahrzeugtreffens Finowfurt, wie angekündigt kommt hier der erste Bericht über die Reisevorbereitungen der „kleinen Strolche” zum 11. Ostfahrzeugtreffen Finowfurt.

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Der Start erfolgt in Parey, nördlich von Magdeburg. Das heißt ca. 170 km bis zu uns. Aber soweit ist es noch lange nicht, denn jeder aus der Schrauberszene kennt die hektische Zeit vor einem Treffen, die durchschraubten Nächte; das muss noch gemacht werden, hier muss noch mal das Getriebe raus, Farbe auf dem Blech wäre auch nicht schlecht und dann muss ja noch eine, der rasanten Reisegeschwindigkeit dieser Fahrzeuge angepassten, Strecke ausgekundschaftet werden.

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!! Die Fahrzeuge !!: Hier handelt es sich um 4 Dieselameisen, welche aus der Zeit des Beginns der Fahrzeugproduktion im Fahrzeugwerk Waltershausen stammen.

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Das älteste Fahrzeug ist ein DK ( Dieselkarren ) 2003. Gebaut von 1956 – 58, ausgestattet mit einem im VEB Motorenwerk Kamenz gebauten 1 Zylinder Verdampfermotor mit 6PS und einer Nutzlast von 2000kg !!! .

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Zwei weitere Fahrzeuge, von 1958 bis 1964 gebaut, sind die Nachfolgemodelle M21, mit deren Bau auch der Name – Multicar –  Einzug hielt. Der Einzylinder Diesel Verdampfer Motor kam jetzt aus Carmens und seine Leistung stieg von anfänglich 6,5PS auf unglaubliche 7PS.

Bei beiden Fahrzeugtypen liegt die Höchstgeschwindigkeit zwischen 13 und 15 km/h. Eine Skurrilität und gleichzeitig eine große Herausforderung während der Anreise ist die Lenkung. Es handelt sich dabei um eine Fußwippe, auf der man während der Fahrt steht und durch Gewichtsverlagerung auf das rechte oder linke Bein lenkt. Selbstredend führen Bodenunebenheiten immer zu ungewollten Kurswechseln, welche wieder ausgeglichen werden müssen und zu allem Überfluss kann man nicht mal ein Bein ausruhen, da man sonst exakt einen Kreis von 7,2 m Durchmesser fahren würde und solche Manöver nicht immer auf positives Verständnis der anderen Verkehrsteilnehmer stoßen.

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Der dritte Fahrzeugtyp im Bunde ist ein Multicar M22; gebaut von 1964 bis 1974, der in seinem Aufbau ( Einsitzerkabine mit richtigem Lenkrad ) schon dem gewohntem Bild eines kleinen Nutzfahrzeuges entspricht. Die Motorisierung im Verhältnis zu den vorigen Typen, entspricht dem Übergang vom Propeller zum Düsenantrieb; 2 Zylinder V-Motor luftgekühlt mit einer Metamorphose von 14 auf 15 PS und einer atemberaubenden Höchstgeschwindigkeit von 23 km/h, welche wohl auch den Ausschlag für eine rundum Verglasung, mit aerodynamisch leicht geneigter Frontscheibe, der Kabine gab. Denn anfliegende und kreuzende Insekten könnten sich beim Aufschlag auf die Gesichtshaut ernsthafte Verletzungen des Chitinpanzers zu ziehen – der Beginn eines Bewusstseins für die Tier und Pflanzenwelt im internationalen Fahrzeugbau!

Fortsetzung folgt!!!

Weitere Angaben zu den Fahrzeugen gibt es live beim Ostfahrzeugtreffen.


 

So, das letzte Wochenende vor der großen Reise ist fast um und es wurde viel gelacht, gearbeitet und geschafft.
Hier noch ein kurzes Video vom schnellsten Fahrzeug der Reisegruppe, dem Multicar M22.

Diese kleinen aber zähen Kleinsttransporter wurden seiner Zeit für den innerbetrieblichen Verkehr entwickelt. In der Praxis zeigte sich aber schnell, das noch mehr in diesen kleinen Vehikeln steckt und das vor allem ein großer Bedarf an allen möglichen Transporthilfen bestand. Noch beim Bau der ersten Serie entwickelte man neben dem Pritschenwagen einen hydraulisch kippenden Muldenkipper. Eine mögliche Anhängelast von 1800 kg verdoppelte fast die Transportmenge, das dabei nicht mehr von Geschwindigkeit sondern nur noch von ankommen gesprochen wurde, liegt auf der Hand. Weitere Entwicklungen waren eine hydraulische Ladehilfe als Hubplattenwagen, ein Aufsatz als Kastenwagen und ein Sprengwagen.
Aber nun wieder zurück zu unseren abenteuerlustigen Strolchen und ihren Minitrucks. Die Fortschritte bei der Restauration sind deutlich zu sehen

Der „persönliche Lebenslauf“ eines Fahrzeuges ist nach wie vor das Salz in der Suppe für jeden Sammler.
Dennoch gilt es jetzt langsam an das überleben von Mensch und Maschine während der Reise zu denken. Fahrzeugsicherungen gehören ebenso wie Werkzeug und Ersatzteile dazu, aber viel wichtiger sind verschiedene Flüssigkeiten. Da braucht es unbedingt Wasser für die Kühlung der Verdampfer Motoren und die Fahrer dürfen auch auf keinen Fall unter Dehydrierung leiden, also hier werden ebenfalls ( verschiedene ) Flüssigkeiten benötigt. Da drei der vier Fahrzeuge weder über ein Dach, noch über eine Art Frontscheibe verfügen, müssen sich die Fahrer auf das Wetter einstellen; hinzu kommt noch etwas Gepäck für eine Übernachtung und nicht zuletzt das Wichtigste – Handys und Kamera für die Berichterstattung.
So, für heute genug geplaudert, Fortsetzung folgt

 


Hallo liebe Leute, hier noch mal ein kurzer Bericht über die Reisevorbereitungen unserer kleinen Strolche. Alle Fahrzeuge sind zusammengebaut und funktionieren; jedenfalls jetzt. Na klar hoffen wir, dass das auch so bleibt, aber  jeder weiss, dass ein Reiseabenteuer nur dann ein Abenteuer ist, wenn etwas Harmloses aber Ungeplantes passiert.

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Drei unser völlig Unerschrockenen müssen schon mal 30km fahren, um zum Startpunkt der Reisegesellschaft in Parey zu gelangen.
Die wichtigsten Sachen sind verstaut, die Aufregung ist groß und ab geht es.

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Hallo an alle Ameisen und Abenteuerfreunde.

Der große Tag ist schneller gekommen als man gedacht hat und letzte Nacht war auch recht kurz, aaaber jetzt geht’s los. Der kleine Tross hat sich formiert und die Motoren werden noch mal gestreichelt bevor sie gestartet werden.

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Und ab geht die Post, oder besser gesagt DIE LÄNGSTE REISE DEUTSCHLANDS MIT DIESELAMEISEN!!!

Bevor ich mich, als kleiner, unbedeutender Kommentator, vorübergehend verabschiede, noch ein paar wichtige Informationen. Die kometenhafte Reisegeschwindigkeit unserer Freunde liegt bei ca. 8-9 km/h – also kurz form glühen der Außenhaut. Die geplante Distanz für den heutigen Tag liegt bei 80km – das ist eine tolle Leistung. Wir alle drücken euch die Daumen, dass alles klappt und wir heute Abend einen Zwischenbericht geben können. 

 

 


 

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Eine Pause für wichtige Angelegenheiten muß in jedem Falle eingelegt werden. Durch das Geschüttel und Gerüttel beim fahren verkrampft der Darm aber die Blase ihrerseits möchte auch den letzten Tropfen sofort ins Freie entlassen.

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Alle weiteren Fotos und Filmchen kommen jetzt direkt von den kleinen Strolchen.

Eine Bitte und auch ein Hinweis an alle die bis hier her das Geschehen mit verfolgt haben. Solltet ihr unserem „ fahrenden Ameisenhaufen „ ( viel schneller sind sie schließlich nicht )begegnen, winkt und hupt freundlich, nehmt Rücksicht, macht mal ein Bild oder einen kurzen Film und meldet euch damit beim Luftfahrtmuseum Finowfurt. DANKE

 

Unsere Unerschrockenen kämpfen sich durch das dickste Unterholz ———— nur um zum 11. Ostfahrzeugtreffen Finowfurt zu gelangen.

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Mittagessen in Nauen

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Fährüberfahrt in Pritzerbe

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27.04.2017

Guten Morgen an alle Ameisenfans.

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Nachdem unsere Freunde in der internationalen Presse ihren Auftritt hatten, konnten sie sich nach Ankunft am Etappenziel
ausruhen und das erlebte noch mal Revue passieren lassen.

Aber jetzt haben die Startvorbereitungen begonnen und es geht los nach Finowfurt. Eintreffen werden die
Krabbeltiere am heutigen Abend.

 

 

 

 

 

 


Auch eine Dieselameise muss mal tanken – oder muss doch der Fahrer mal die Beine ausruhen?

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Die Reise neigt sich dem Ende aber das Abenteuer ist noch nicht vorbei. Ein grandioser Zieleinlauf zum 11. Ostfahrzeugtreffen Finowfurt folgt noch.