Seit fast 25 Jahren helfen sehr viele engagierte Menschen das Luftfahrtmuseum Finowfurt aufzubauen. Darunter 200 bis 250 ehrenamtliche Spezialisten, Mitarbeiter in zeitweilig öffentlich geförderten Projekten und eigenfinanzierte Beschäftigte. Sie alle gestalten Dauer- und Sonderausstellungen zur Luftfahrt- und Technikgeschichte in Nordost-Brandenburg. Bereits vor zwei Jahren konnte der einmillionster Besucher begrüßt werden. Wir bemühen uns sehr, mit unseren Gästen ins Gespräch zu kommen, Ihre Fragen zu beantworten und spezielle Wünsche zu erfüllen.

Es fanden bereits hunderte private Feiern, Kindergeburtstage, Firmen- und Vereinstreffen auf unserem Gelände statt. Bei denen wir zeigen konnten, dass wir nicht nur „Papierhelden“ sind, sondern uns stets um das Wohl unserer Gäste sorgen. Wir besitzen weitreichende Erfahrungen bei der Durchführung von mehrtägigen Veranstaltungen und Großevents, die jedes Jahr zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland begeistert. Im Rahmen eines Konversionsprozesses wurde schrittweise der komplette Staffelbereich eines ehemaligen sowjetischen Fliegerregiments so angepasst, dass bisher, alle erforderlichen Funktionen eines Technikmuseums erfüllt werden und gleichzeitig die Grundstrukturen dieses militärhistorischen Standortes, ohne Neubauten als wichtiges Alleinstellungsmerkmal erhalten wurde. Unsere Anstrengungen zum Erhalt der Originalität des Standortes wissen viele Werbefirmen, große und kleine Filmteams und Musiker besonders zu schätzen. Mehr als 20 Filmteams haben in den letzten 15 Jahren viele Kino-, Film- und Fernsehproduktionen mit unserer Hilfe als Gastgeber realisiert.

In den letzten 25 Jahren des Aufbaus und Betriebs unseres Luftfahrtmuseums, mussten wir auch lernen mit Schwierigkeiten und Hürden umzugehen. Die Finanzierung erfolgte von Beginn an hauptsächlich ohne öffentliche Mittel, wobei zusätzlich kleinere Projektfinanzierungen und Mittel der Arbeitsmarktförderung genutzt wurden.

Dieser Finanzierungsmix war hinsichtlich längerfristiger Planung zwar schwierig, bildet aber die Grundlage für mehr Kreativität bei der Suche nach neuen Arbeits- und Einnahmemöglichkeiten. Dies ermöglicht uns die erforderliche Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit im operativen Bereich. In diesem Spannungsfeld wurde schrittweise die gesamte Liegenschaft von ca 23 ha mit allen Gebäuden in das Eigentum des Trägers überführt, in einem aufwändigen Verfahren das Nutzungs- und Baurecht erworben sowie zahlreiche kleine und große Ausstellungsstücke in die Sammlung integriert. Gleichzeitig werden gegenwärtig große Anstrengungen unternommen, verstärkt Leihgaben privater Sammler sicher in die Ausstellung einzuordnen.

Die wichtigste Gastgeberfunktion erbringt der Trägerverein jedoch im Bereich der Betreuung der insgesamt 11 Facharbeitsgruppen, die in einem breit gefächerten inhaltlichen Spektrum arbeiten, beispielsweise zu den Themen:

  • Luftfahrtarchäologie

  • Geschichte der sowjetischen

    16.Luftarmee in der DDR

  • Feldbahngemeinschaft Finowfurt

  • Historische Feuerwehrtechnik

arbeiten. So kann das riesige Potential privater Forscher für das Aufgabenspektrum des Museums genutzt werden, während den Mitgliedern der Arbeitsgruppen die Infrastruktur des Museums zur Verfügung steht. Diese gebündelte Fachkompetenz, die durch die Verbindung des ehrenamtlichen Engagements von mehr als 150 Freunden des Museums mit den Möglichkeiten des Trägervereins entsteht, bildet den wichtigsten Schatz des Museums und gleichzeitig die Garantie für weitere erfolgreiche Arbeit.